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DA liegen sie nun, die 3 Schrauben – Volltitan. Wo waren die vorher? In meinem rechten Bein.

Für die superfix provisorischen Umstände, mit denen ich das Bild gemacht habe ist es „gaanich so übel“ – mit High-Tech-Equipment kann ja jeder… obwohl: viele „Oppa, Omma, Tante, Kind -Knipser“, die würden auch mit dem besten Profiteil noch Murks abliefern.

Stichwort: „Omma im geblümten Kleid vor blühender Hecke“ –  da weiß man dann

nicht, wo die „Omma“ aufhört und die Hecke anfängt, nun ja. Hauptsache, das Gesicht der Omma ist irgendwie noch zu ahnen…

Hugo, wie kamen denn die Schrauben in´s Bein? Im Bein sind Knochen, keine Schrauben – das weiß ich genau!

Mit den Fotos von der „Omma“ willst du mich nuuur ablenken – du willst mir da wieder irgendwas erzählen, weil du denkst, ich bin nicht so helle – bin ich aber doch! Ich will das jetzt GENAU wissen, wie/wo/was/warum mit den Schrauben war. So!

Ich bin vor geraumer Zeit im Hauseingang ausgerutscht – einfach so, und dann hingefallen.

Das war an einem Freitag um 14:00, Samstag um 7:30 habe ich den Notarzt gerufen, mit schlimmen Ahnungen. Bis dahin konnte ich nur auf einem Bein stehen oder im Chefstuhl am Comp sitzen – hinlegen konnte ich mich nicht. Ich habe beim ersten Versuch schon fast eine halbe Stunde oder länger gebraucht, um danach von dem Futonbett wieder aufzustehen… Um 11:00 hat die Röntgenärztin im Klinikum mir die Aufnahme gezeigt:

„Oberschenkelhalsbruch, da müssen einige Schrauben rein – er ist aber nicht gesplittert.“

Wie tröstlich, ein „guter“ Oberschenkelhalsbruch – da kann man sich ja fast freuen drüber… oder etwa nicht? Nachmittags die 1.OP, Dienstag die Info: „Die Schrauben sind zu lang, sie müssen wieder heraus und neue, kürzere herein.“ – Donnerstag die 2. OP – vorher habe ich mir die „ersten 3“ Schrauben erbeten. Und sie nach der OP in einem kleinen Tütchen auch erhalten. Ganz korrekt mit Aufkleber, wo mein Name drauf stand.

2 Monate, 2 Krücken – jeden Tag selber eine Spritze in den Bauch pieken. Uiih, wie ist das fein…

Selbst die paar Meter aus Klo mußte ich mit den beiden Krücken „wetzen“. Alles ist furchtbar umständlich, meine Nachbarn haben mir aber geholfen, die haben mich einmal die Woche mit zum Lidl genommen. Da hab ich dann meine Vorräte ergänzt – in der Wohnung konnte ich mit den Krücken schon i-wie alleine zurechtkommen. Die Küche ist nicht groß, da hab ich die Krücken davor stehen gelassen – weil ich mich drinnen immer irgendwo abstützen und auf einem Bein hüpfen konnte. Doll war das natürlich nicht, aber es ist ja vorbeigegangen.

Ich hab nur ein bißchen Bammel vorm rausmachen der Schrauben – eigentlich sollte das im März 2010 sein.

Die sind aber immer noch im Bein, weil ich´s immer wieder rausgezögert habe. Wenn sie risikolos drinbleiben könnten, wäre mir wohler. Damals, das mit der 1.Op, 2.OP und danach – das lief ja alles wie von selbst. Hingefallen, nächsten Morgen mit dem Notaztwagen zum Klinikum – das andere ergibt sich dann automatisch.

Aber diesees Mal müßte ich das alles zuvor „planvoll vorbereiten“:

Zum Hausarzt, die Überweisung, vielleicht Röntgenaufnahmen, welcher Termin im Krankenhaus – oh jeh, oh jeh. Wenn ich da so wie damals einfach anrufen könnte, oder einfach zum Klinikum hinfahren – die Bushaltestelle ist da gleich vor der Tür. Aber nein – jetzt sind die Formalien wichtiger als das Bein. Herrgrummel.

EINEN Anreiz hätte ich ja: dann hab ich SECHS schöne Schrauben in dem Tütchen – sicher bekomme ich aber sogar ein neues Tütchen mit! :mrgreen: