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Es ist so: reficere hu(go)manum est – Hugo gibt nicht auf! 😛

Wenn er sich mal richtig in etwas verbissen hat, daß er zumindest für möglich hält – dann werkelt er los, ohne Unterlass. Die kaputte Gabel war so ein Fall, was wurde erreicht?

Ich hatte ja schon versucht, zu reparieren, da habe ich mir die halbe Küche mit Kleber versaut – der wäre aber wahrscheinlich auch nicht der richtige gewesen. Deswegen – Dienstag, neuer Anlauf:

– Sekundenkleber hervorsuchen & vorerst bereitlegen

– dann auf den richtigen Hu-Moment warten – und los

– den Plastikgriff noch weiter verbiegen, bis ich reichlich Sekundenkleber in die Risse träufeln kann

– mit allen meinen Kräften den Griff zusammendrücken, aber wie!

Das kann ich natürlich nicht „ewich“ – es ist a) recht langweilig und b) die Kräfte würden nach kurzer Zeit erlahmen. Ich hatte mir aber schon etwas vorbereitet und zurechtgelegt:

– 2 Stahltürstopper, zusammen ~ 2,5 kg schwer, die habe ich genau auf der Gegenseite aufgelegt – und dann die ganze Nacht auf der Gabel liegenlassen. Die lag vorne auf den Zinken und hinten auf dem Griffende, die Gewichte konnten voll drücken

Dann – kurz vor Mittwoch Mittag überkam Herrn Hugo ein Hungergefühl, was dachtmachte er?

„So, jetzt kommt ein Cheeseburger in die Mikrowelle, den werde ich plus Heinz Hot Chili genüßlich mampfen – MIT der Lieblingsgabel!“

Gesagt, getan – der -burger war heiß (1,5 min), Heinz Hot Chili war bereit, Messer und Lieblingsgabel in die Hand, zuerst etwas „vorsichting“, dann „normal feste“:

die Liebligsgabel hat gehalten! 😛 Sie hat gehalten! 😛

Ich bin gespannt, ob die Gabel so hartnäckig hält wie meine alten Schlappen – seit Juli 2012 laufe ich mit den „kaputten“ Schlappen herum (nur in der Wohnung!) – selbst die Kleberattacke haben sie weggesteckt.

Herr Hugo ist stur, aber nicht weltfremd – die Gabel könnte wieder brechen, dann kommt Plan B zum Zuge:

– weiteressen mit der, die ich schon einige Tage genommen habe

– ein 24-er Besteck kaufen – wohl so ein „ungewöhnliches“

Die Frau Doppel-Dr. habe ich per DM auf Twitter nach ihrer Meinung gefragt zu:

ALBERI Pinti 1929 und Matite corallo

ihre Meinung war ungefähr so, wie von mir erwartetfürchtet:

„Das ALBERI ist eher zum gucken und Plastik hat an Besteck nichts zu suchen. Praktisch ist das nicht.“

Wird Herrn Hugo das in seiner Wahl beeinflussen? Nein. Ich schätze die Meinung von Jasmin durchaus – und sie hat ja in dem Fall auch recht. Sie hatte ja auch vermutet:

„Oder hast du das schon gekauft?“

Ein wenig kann sie mich ja schon einschätzen, die Gute. Ich habe aber noch nicht gekauft, und jetzt ist ja keine Eile mehr geboten: wo die reficerte Gabel so prächtig hält.

Auch beim Abendbrot hat sie klaglos gegabelt! 😛

PS: Lieblingsgabel evtl. wieder entzwei > Zweitgabel > ein Besteck kaufen, das weder die Fr. Chef noch die anderen hier nehmen würden. So wird das laufen – ich kenn´mich  doch selber NOCH besser…

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Noch eine Bemerkung zum Schluß:

Die Jasmin hat „Plastik“ in Bezug auf Besteck natürlich etwas abschätzend gemeint. Vor dem allgemeinen Schluß Kunststoff = Plastik = „billich & hält nix aus“ sollte man sich aber hüten.

Es gibt einen Menge Bereiche, wo die Kunstoffe ihre Vorteile gegenüber Metallen (und insbesondere Stahl, immer noch der meistverwendete Werkstoff) ausspielen können. Aber das weiß Jasmin als Wissenschaftlerin ja sowieso – und die anderen Leser auch, es sind alles Schlauköpfe?!

FALLS MINDESTENS EINER DEN ARTIKEL LIEST. 😆