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Ja – Samstagmittag war der Schrank da, bzw. der Karton mit dem Schrank… 💡

Das ist nämlich nicht das gleiche: im großen Karton war ein etwas kleinerer Ori-Karton & in diesem die „1000 Teile“, aus denen mal ein Schrank wird – so man ihn richtig montiert. Das ist nicht ganz schwierig und nicht ganz einfach – weil man ja so einen Schrank im Normalfall zum ersten Mal montiert.

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Dazu ein Beispiel aus der Arbeitswelt – ich habe ja mal Industrial Engeneering gemacht, ab/an auch Akkordzeiten festgelegt/gestoppt. Für Montagearbeiten bei der Firma F. in N. z.B. – die bauen Spielzeug Modelleisenbahnen.

NIE wäre ich auf die Idee gekommen da eine Frau zu stoppen, die einen Arbeitsgang zum ersten Mal macht. Ich hätte die ZA gar nicht angefangen, sondern den Meister (falls nicht da, den Vorarbeiter) geholt, damit er a) den Arbeitsplatz umbesetzt oder b) mir Bescheid gibt, wenn die Frau später genug eingearbeitet ist.

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Genau so ist das bei dem Schrank – ich bin nicht geübt, solche Schränke zusammen zu bauen – wenn alle Teile parat liegen (und ich sie kenne), dann geht das seeehr viel schneller. Allerdings stoppt mich ja keiner, ich kann ruhig werkeln, bis ich „feddich“ bin. „Feddich“ bedeutet in dem Fall: der Schrank steht montiert an Ort und Stelle, paar Sachen sind schon drin – und alles andere ist wieder aufgeräumt.

Das hatte ich so um 17:00 geschafft, puuuh. 😕

Man sollte sich aber pingelig an´s Manual halten, die genaue Reihenfolge ist wichtig. Ich hatte mir vorher alle Teile im Wohnzimmer „gleich zu gleich“ hin gestellt bzw. gelegt.

Fast zuletzt (beim montieren) wurde ich gebremst: das Schrank“dach“ wollte nicht an seinen Platz – ging einfach nicht. Die anderen Teile des Puzzles sind immer mit „leichten Schlägen der Hugo-Hand“ an/in ihren Platz – das paßte aber nicht.

Da bin ich das einzige Mal auf einen Hocker gestiegen, um mir das mal genau anzusehen, bald sah ich den Grund: an einer oberen Ecke war ein Stück eines Teils ~ ´n Millimeter zu lang. Rohe Kraft nutzt da nix, dann splittert das nur weg. Also: „Dach“ wieder runter, den Millimeter kürzen – oder das Instrument der Wahl –

„Ein Hammer muß her, anders geht das ncht, oder dauert zu lange, oder zu mühsam, oder zu… Aber mit Bedacht, damit keine Schrankfetzen fliegen.“

Ich habe mit dem Hammer nach links gegen das so widerspenstige Teil ge“kloppt“ und gleichzeitig mit der anderen Hand ordentlich von oben drauf geschlagen. So beim 3. Versuch hatte ich die richtig koordinierte Kraft, das Teil ist ein kleines Stück hinein.

„Hugo, jetzt Mut zum Risiko – deine Faust muß das Teil bezwingen!“ 😕

Das war der richtige Ansatz – ich habe es schon beim Faustschlag (von oben) gemerkt:

„Paßt, wackelt und hat Luft – Schrank“dach is feddich“, Hugo.“ 😛

Danach habe ich den Schrank mit der umgedrehten Fußmatte gleich in mein Schlafzimmer geschoben – jetzt kam noch Fummelarbeit: 32 Halterungen für die Einlegeböden anbringen. Die Teile waren ja auch im Spritzguß hergestellt, 2 Stücke als Nutzen (jeweils 16 plus der Kunststoff der Verbindungskanäle). Mußte ich ja erstmal vereinzeln, bevor ich sie einsetzen konnte.

Ich habe auch mit dem Abstand probiert, ganz frei ist man da nicht: in der Mitte (der Höhe nach) ist die Verbindung der 2 Schrank“häften“, da kann man ein ganzes Stück keine Halterungen einsetzen. Aber ich habe eine ganz gute Lösung gefunden.

Das untere Fach ist am höchsten – da kommen die „schweren Brocken“ hin. Da muß ich auch nicht aufs Gewicht achten: was der Fußboden aushält (und ich heben kann) kann ich da hin stellen. Der dünne Kunstoffboden liegt auf, den kann kein Gewicht beeindrucken.

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So, jetzt fazitiert Herr Hugo über Design und Qualität seines neuesten Kaufes – paßt mir das denn nun in real?

Design: tja, so – ins MoMA wird man den Schrank nicht stellen, aber man erschrickt auch nicht beim Anblick. Wer ein wenig anglisieren kann: direkter Link zur MoMA-Seite.

Qualität: (Stabilität) Na, stabiler sind die Möbels von z.B. Roller auch nicht. Bei denen gibt´s „für günstig“ auch keine massive Eiche, sondern gepreßte Holzschnipsel mit so´ner Art Beschichtung – Furnier kann man da nicht zu sagen… SO stabil ist der K-Schrank schon lange.

Preis/Leistung: „paßt noch so“, will ich mal meinen. 140,- + 12,- Versand – dafür kam er aber auch bis zu meiner Wohnungstür.

Platz: joooh – da geht ordentlich was rein. Innen 50 cm tief und 89 cm breit (an den Ecken jeweils 4,5 cm weniger Breite) – meine große Werkzeugkiste geht unten quer hinein. Das Fach habe ich so hoch gemacht, das ich deren Deckel innen aufklappen kann, dann brauche ich sie nicht heraus zu ziehen, wenn ich nur mal fix ein „-zeuch“ will.

Die Türen kann man sehr weit aufklappen, das ist schon mal nicht übel: die Deckenlampe (habe ich seit kurz eine 4 Watt LED drin) leuchtet schön aus. Allerdings nicht bis in alle Ecken – macht das was? Nix macht das: Herr Hugo hat gleich eine TaLa griffig in den Schrank gelegt.

„Was´n das für ein rundes, langes Teil Herr Hugo? Ich muß genau wissen, was in meinem Bauch ist!“

„Das ist eine Taschenlampe, du Schrank. Damit ich in dich hineinleuchten kann, auch in die letzte Ecke.“

„Aaaah soooh. Na gut.“

Ein recht neugierer Schrank ist das! 😆

PS: alle Gedanken des Schrankes, von Kuno Kunze & Heiner Hövel werden selbstverfreilich von Herrn Hugo „vorformuliert“. Die Genannten sind sonst recht maulfaul, grins.

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Noch was zu „The Schrank“: konstruktionsbedingt kann man oben ei-lich nix (oder nur ganz leichtes) drauf legen – eigentlich…

Bis auf die Kanten ist das „Dach“ ja dünner Kunststoff, der sich durchbiegt – aber Herr Hugo ist list- & findig:

– von einem nicht mehr verwendeten Schuhregal habe ich mir die Seitenteile hergenommen, die sind genau so lang, wie der Schrank tief ist

– die habe ich oben hingelegt, sie stützen sich auf den Kanten ab

– und da paßt doch einiges hin

Natürlich keine schweren Teile, aber das habe ich auch garnicht vorgehabt – aber „dies & das & jenes“. Das Motto lautet:

„Was nicht auf dem Boden liegt, darüber kann man nicht stolpern!“ 💡