Schlagwörter

, ,

Neues aus Hinternesien? Oder hat die Geschichte doch einen wahren Kern? 😕

Warten wir es ab und fangen von hinten vorne an. Es geht um ein sehr und auch hochwichtiges Thema für all jene, die im Winter keinen kalten Kopf bzw. keine kalten Ohren wollen:

„Wo ist meine Strickmütze? Paßt sie mir noch? Ist sie bequem? Oder muß ich mir doch eine neue Strickmütze besorgen?“

Vor dieser entscheidenden Frage stand auch Öberst Schmidt, Befehlshaber der hinternesischen Wehr. Wobei er ja nicht nur für sich, sondern alle seine Soldaten mit- und vordenken muß.

In Hinternesien ist es zwar immer um 25°, da sind keine Mützen nötig. Aber es könnte ja eine Anfrage nach einigen hinternesischen Spezialisten kommen, die in einem Partnerland im Hochgebirge gegen Räuber mitkämpfen sollen.

„Und die brauchen dann eine hervorzügliche Strickmütze, damit sie dort diesen Räubern gedanklich immer zwei Schritte voraus sind! Das geht nur mit einem warmen Hirn für fixes Überlegen.“

Sagt Öberst Schmidt, und er hat voll recht. Also wird ein Beschaffungsplan erstellt – unter anderem ist zu bedenken (unter Az 79-40-60):

„Die Änderungsgenehmigung (ÄG) mit Genehmigung zur Nutzung (GeNu) für die Strickmütze“.

Das Projekt „Strickmütze“ ist der Systemfähigkeitsforderung (SFF) „Bekleidung und persönliche Ausrüstung“ zugeordnet, Kategorie „Unterstützung und Durchhaltefähigkeit“.

Der Verwendungszweck wird auch genauestens definiert:

„Die Strickmütze dient als Wechselmütze zur Feldmütze, Tarndruck, Winter. Sie soll als Kälteschutz für den Kopf dienen, wobei auch die Ohren abgedeckt werden sollen.“

Tja – das ist genau, da weiß jeder sofort was gemeint ist! Nach einer noch genaueren Prüfung folgt der Schluss:

„Nach Prüfung verschiedener Lösungswege kamen die Beamten zu dem Schluss, dass eine Produktverbesserung „zeitaufwändig und unwirtschaftlich“ sei.“

Was? Wie? Wo? Na muß ich nachhaken – aber an öberster Stelle:

„Hööör mal, Öberst Schmidt – gibt´s jetzt gar keine Strickmütze? Die armen Kämpfer, sie werden übelst an Kopf und Ohren frieren! Ihr Killerinstinkt ist gefährdet, die Räuber könnten schneller schießen als sie…“

„Nein nein, Herr Hugo. Wir haben uns nur gegen die Neuentwicklung einer weltbesten Supermütze in Eigenregie entschieden. Nach erneuter Prüfung wurde eine Zivilistenmütze ausgewählt. Nur die Schnittkonstruktion wurde zur besseren Kompatibilität mit dem Gefechtshelm geringfügig angepasst.“

„Da bin ich ja gottfroh, das die Kämpfer fix ihre Mützen bekommen haben.“

„Nun ja – eine kleine Zeit hat das natürlich gedauert. Der Abteilungsleiter RD konnte aber bereits nach 3 Jahren die Genehmigung unterzeichnen.“

„Waaas? 3 Tage hat das gedauert, so´ne Strickmütz zu kaufen? Herrjeh…“

„3 Jahre, Herr Hugo, 3 Jahre…“ 😳

„Habt ihr sie noch alle an der Mütze?!“ 😥

Was, das gibt´s nicht? Das habe ich alles nur erfunden? Stimmt – in ganz Hinternesien ist niemand so blöd, solches zu tun. Das passiert nur in völlig unterentwickelten Ländern bzw. Streitkräften, wo sie alle gegeneinander arbeiten – z.B. bei der Bundeswehr mit Bundesmützen. In dem verlinkten Artikel steht es geschrieben – ich habe keinen Grund, daran zu zweifeln…

„Aber Herr Hugo-Chef, das ist doch UNSERE Wehr. Da sind nur ganz fähige Schlauköpfe – die würden nie sowas machen!“

„Guck in den Link, Kuno! Da steht alles genau so, wie ich es „erfunden“ habe. Nebenbei: SO etwas könnte selbst ich nicht erfinden, so etwas kann nur die Bundeswehr…“

„Herrimhimmel! Und die sollen uns verteidigen? Gegen wen denn?“

„Gegen Leute ohne Strickmützen vielleicht…“ :mrgreen: