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Herr Hugo mußte sich „verifizieren“ – und hat das auch getan. 💡

Zur Vorgeschichte: ~ 2000 herum wollte ich ein kleines Bankschließfach mieten – die Postbank hat aber hier keine. Also habe ich herumgefragt, wo das möglich wäre. Die anderen Banken machen das normalerweise aber nur für ihre Kunden, Ausnahme: die Sparkasse.

Na, da habe ich es da gemietet, die Miete wird seitdem von meinem Konto bei der Postbank abgebucht – so sehr teuer ist es nicht. Zuerst waren die Schließfächer in einer Filiale, da mußte immer eine „Schlüsselperson“ mit in den Keller.

Vor einigen Jahren wurde alles umgebaut, diese Schließfächer sind jetzt woanders und automatisiert – man könnte zu jeder Zeit mit Chipkarte und Schlüssel an seine gehorteten Goldbarren und -münzen, wenn welche drin wären. Aber darum geht es nicht, es geht um das „verifizieren“.

Alles ist so geschehen, nur das die von der Sparkasse nicht „Herr Hugo“ zu mir sagen, sie haben meinen Klarnamen herausgefunden, grins. Aber hier im Artikel wird natürlich der mir von der Frau Dr.²-Chef zugewiesene Name benutzt…

———————- das Telefon klingelt… ———————–

„Äääh, wer ist denn da? Was wollen sie? Ich kaufe nichts, ich…“

„Hier ist die Sparkasse, ich bin (Name nicht erinnerlich). Sie haben bei uns ein Schließfach gemietet.“

„Jaaa, doch – da war ich aber schon laaange nicht mehr dran/drin.“

„Sie müßten einmal mit ihrem neuen und gültigen Personalausweis vorbeikommen, damit wir ihn kopieren können und zu den Unterlagen für ihr Schließfach.“

„Hmm, stümmet – damals habe ich ja noch diesen alten Perso gehabt. Aber da muß ich ja extra in die Stadt, ich wohne schon länger woanders.“

„Wir brauchen die Kopie aber für unsere Unterlagen, weil… bla, bla, bla.“

„Jaja, ist ja schon gut, ich bring´den mal vorbei.“

Herr Hugo hatte keine Lust, dann wurde es warm, dann wurde es heiß, da hatte Herr Hugo noch weniger Lust in die Stadt zu fahren, nur um den Perso… – aber der Herr ließ nicht locker. Nach 2 Wochen rief er wieder an…

„Hier ist die Sparkasse, sie erinnern sich?! Wir brauchen ihren Perso…“

„Jaja, ich weiß schon – aber es war so warm und ich war kränklich und…  – bis wann brauchen sie den denn?“

„Bis Ende der Woche wäre gut – sie müssen aber nicht kommen, es reicht, wenn sie uns per Post eine Kopie schicken.“

„Na, da ist viel gewonnen – dann muß ich anstatt zur Bushaltestelle zur Post laufen und mir da dann noch Kopien machen… Wissen sie was, wir machen das ganz anders: wenn sie eh mit der Kopie zufrieden sind, dann scanne ich den Perso bei mir ein und schicke ihnen eine Mail. Im Anhang ist dann ein PDF mit Vor/Rückseite vom Perso. Das können sie so oft ausdrucken, wie sie wollen, wenn sie ein „Papier“ abheften möchten.“

„Jaaa, das ginge schon, wenn…“

„Sehen sie, so machen wir´s – auf Wiederhören.“

Zeit zum widersprechen habe ich dem Herrn gar nicht gegeben, damit er nicht noch mit neuen Ideen ankommt. Aber ich habe ja gewußt: der läßt nicht locker. Also habe ich den Perso in der nacht zu Freitag eingescannt, damit das PDF schon mal parat liegt.

Das ist recht gut gelungen: beide Seiten vom Perso in Farbe & 2-seitigem PDF mit ~ 375 KB. Kontrolliert: ja, alles gut sicht- und lesbar – besser ist eine Kopie auch nicht, manche sind durchaus schlechter.

Freitags nach den Kleinkäufen habe ich dann bei der Sparkasse angerufen, es war aber eine Dame am Apparat, die von der ganzen Sache nix wußte. Aber Herr Hugo hat ihr die Sachlage kurz erklärt und:

„So, jetzt brauche ich von ihnen nur noch die genaue E-Mail-Adressse, damit das Ganze nicht iwo im Nirvana herumkreist bzw. nicht ankommt. Soll ich einen Namen oder bestimmten Betreff angeben?“

„Schreiben sie als Betreff: „Schließfach, Immoxxxxx“, das  reicht dann.“

„Gut, ich schreibe in der Mail noch einen kleinen Dreizeiler, damit auch alles GANZ klar zugeordnet werden kann. Sie haben die Mail in ein paar Minuten, ich muß sie nur kurz tippen und das PDF anhängen. Ich bin zwar schon Rentener, aber wenn ich Win10 disziplinieren kann, dann schaff´ich das schon lange…“

Im stillen habe ich mir gedacht: die sitzt vor einem durchadministrierten Comp und muß mit den kleinen Popelcursorn von Win rum machen. Und habe auf meine englische Fahne geguckt, die mein Cursor ist.

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Kleinsachliches zum Schlusse:  Benutzer Herr Hugo kann durchaus loben (= weniger nörgeln, grins), wenn er mit etwas zufrieden ist –

Canon CanoScan LiDE 220 – damit habe ich persoscannt 🙂

Hier bei Canon bzw. Amazon mit Bild & Text zu besichtigen. Ich habe noch N° 210, an den technischen Daten hat sich aber nix geändert. In dem Fall habe ich mich (fast) auf dessen Automatik verlassen – ich scanne nicht so arg viel.

Mein Ziel ist: brauchbare Qualität, aber nicht zu große Datei – „als PDF“ ist da schon mal nicht übel. Beim ersten Versuch habe ich aus „Sparsamkeit“ aber zu weit eingegriiffen, das Bild war s/w und ziemlich mies.

Beim zweiten Mal in Farbe, mit 300 DPI und „mehrseitiges PDF…“ – war dann gut. Der Scanner „frächt“ einen dann, ob noch eine Seite kommt, oder ob man „feddich“ ist.

Perso hat 2 Seiten, ich mußte nur einmal „wenden > feddich“. 😛