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Selbstver10-ntsuch: Wie penetrant wirbt Microsoft für das Windows 10 Upgrade

Ööhm – „ziemlich“ – das mußte selbst der Herr Martin von Dr. Windows zugeben, nachdem er es am eigenen Leibe erfahren hat. Einige Auszüge aus seinem Artikel):

„Dennoch beschlich mich ein Verdacht. Nämlich der, dass Diejenigen, die das Thema als doofe Hetze herunterspielen, längst auf Windows 10 umgestiegen sind, während gleichzeitig Jene, die auf Microsoft schimpfen, weil sie bei Windows 7 und 8.1 bleiben wollen, den Upgradehinweis längst abgewürgt haben – sei es durch einen Eingriff in die Registry oder durch Verwendung von 3rd Party Tools. Kurzum: Ich glaube, dass die meisten Leute, die sich an den Diskussionen beteiligen, gar nicht wissen, wovon sie reden. Mir ging es nämlich im Grunde ganz genau so.

Darum habe ich den Selbstversuch gemacht: Ich setzte ein frisches Windows 8.1 auf und beobachtete, wie energisch mich Microsoft zum Upgrade auf Windows 10 auffordert.

Der erste Hinweis erschien bereits am Ende des Setups, ich habe leider versäumt, ihn im Bild einzufangen. Es war eine Vollbildanzeige, die mir signalisierte, dass ich jetzt sofort auf Windows 10 aktualisieren könne. Das habe ich verneint, worauf der folgende Hinweis erschien.“

Wer alles lesen will: auf das rote „zugeben“ klicken könnte das möglich machen. 😕 Zum Schluß schreibt der Herr Martin:

„Ich will jetzt hier nicht hetzen oder meckern, in erster Linie wollte ich herausfinden und aufzeigen, wie sich das für den normalen Benutzer darstellt. Ich finde es gut, dass Microsoft offensiv für das Upgrade wirbt und das kostenlose Angebot nicht zu übersehen ist, weil es viele Leute sonst wohl gar nicht mitbekämen. Ich fordere aber ebenfalls schon längere Zeit, dass es eine Option geben muss, das Upgrade bewusst und auch endgültig abzulehnen. Und zwar auf dem selben einfachen Weg, wie man es auch starten kann, ohne externe Tools oder Fummelei in der Registry, die einem „Normaluser“ nicht zuzumuten ist.

Ich hätte nicht einmal etwas dagegen, wenn nach der ersten Ablehnung noch ein erneuter Hinweis erscheint, nach dem Motto „magst Du es Dir vielleicht nicht doch noch überlegen?“ Aber spätestens beim zweiten eindeutigen Nein hat man den Wunsch des Nutzers zu respektieren. Ansonsten muss man sich Begriffe wie „Zwangsupgrade“ tatsächlich gefallen lassen.“

Nun kommentiert Herr Hugo das, was Herr Martin schreibt – aber nicht ganz so verbindlich. Wobei: alle „Pfeile im Köcher“ zielen auf MS, nicht auf den Herrn Martin als Person!

  • er will nicht hetzen oder meckern – Herr Hugo macht das natürlich immer wieder
  • und findet es auch NICHT gut, das MS SO offensiv für das Upgrade wirbt
  • wenn viele Leute das sonst nicht mitbekämen, sind sie aber sehr wenig interessiert – Pech gehabt
  • nach 4 (vier!) bewußten Ablehnungen kommt die 5. „Erinnerung“ – also wenn das nicht noch mehr als „ziemlich“ penetrant ist, dann weiß ich nicht, was penetrant bedeutet…

Ein Kommentar des verlinkten Artikels gibt GEnau meine Meinung wieder, deswegen zitiere ich ihn hier (ich habe nur Absätze eingefügt, damit es übersichtllicher ist)

„prinblac – Heute, 10:00 (das war am 15.2.16)

Diese Penetranz ist genau was ich bemängle – irgendwann ist mal gut….
Tägliche Telefonate mit verunsicherten Usern, oder Kosten die für diese durch Unwissenheit entstehen runden das Bild ab.

Diese, vor allem die ältere Generation kennen sich nach dem Upgrade gar nicht mehr aus & verstehen nicht weshalb die Dinge nicht mehr wie vorher aussehen & funktionieren…

Dementsprechend ist der der Ärger zu den Kosten eines „Gratis-Upgrade“ gross – denn nicht immer klappt ein Windows 10 über ein, schon ein paar Jahre im Betrieb laufendes z.B. Windows 7, wirklich reibungslos.

Über fehlgeschlagene Treiber-Geschichten, noch über nicht mehr funktionierende MFCs & Drucker hilft dem unbedarften User auch die XML der deinstallierten Anwendungen nicht wirklich auf die Sprünge.
Meistens sieht dieser dieses neue Icon auf seinem Desktop nicht mal…“

Ich habe da natürlich einen Kommentar gewählt, der meinen Ansichten recht nahe kommt (wie oben erwähnt) – es gibt auch andere.

Aber ich will ja gegen MS „hetzen“, nicht dafür… :mrgreen:

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Kleiner Gedanke zum Schluß: vergleichen wir noch einmal die Situation vor/nach bei anderen OSs:

  • XP > Vista > 7 = beliebt > Schuß in den Ofen > beliebt – so gut wie jeder muß für 7 bezahlen
  • 7 > 8/8.1 > 10 = beliebt > Schuß in den Ofen > ????? – so gut wie jeder bekommt 10 umsonst

Tja, wenn sie Win10 nun zu gleichem Preisen wie damals Win7 „verteilt“ hätten – wie sähen die Nutzerzahlen dann aus?

Mehr wären es sicher nicht… 😕