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Reg´ ich mich wieder auf? Neien – ich schüttele nur den Kopf…

„Hugo, ich hab´s dir ja schon öfters gesagt: bleibe mal ruhig für VDSL bei der Telekom. Da mußt du weniger meckern als bei anderen…“

Wenn ich nämlich sowas lese, fühle ich mich in meiner Meinung bestätigt:

„DSL-Anbieter Unitymedia will die Router seiner Kunden auch für Fremde öffnen und so zu einer besseren WLAN-Abdeckung beitragen. Dies stößt nicht nur auf Gegenliebe. Ob Kunden dadurch wirklich einen Nachteil haben, hängt von der Konfiguration der Router ab.“

So stand es bei Focus, aber auch fast überall anders im I-Net. Die Crux an der Sache ist ja, das sie

  • erst mal machen (den Router freigeben)
  • dann „kleingedruckt“ fragen, ob der Kunde das möchte

Das geht ja mal GAR nicht: dem Kunden so etwas unterjubeln in der Hoffnung:

„Haaah – die meisten unserer Kunden sind eh minderschlau, die merken das sowieso nicht. Unsere Frage lesen sie nicht – Router für Gäste offen, Ziel erreicht. Was drücken wir denen als nächstes auf?“

„Wir könnten uns auf diese Art & Weise genehmigen lassen, das wir auch jederzeit beim Kunden das Licht an- oder abschalten dürfen – so, wie uns das gerade paßt.“

„Eine gute Idee, Herr Assistent – setzen sie sich doch mal gleich mit den Stromabietern in Verbindung. Vielleicht wäre für uns eine Provision drin, wenn wir die An-/Abschaltzeiten mit denen abstimmen?“

Wer möchte, kann ja gleich bei Unitymedia vorbeischauen – die Seite ist bunt, fröhliche Menschen schauen einen an. Wenn alle ihr GästekloWLAN haben, werden sie vielleicht noch fröhlicher?


Für/gegen das WLANteilen gibt es ja genug Argumente – muß jeder selber wissen. Wenn es ihm schlicht egal ist, kann er ja zu Unitymedia gehen. Falls die an seinem Wohnort VDSL anbieten (können). So, wie das bei der Telekom läuft, finde ich das ganz in Ordnung: WLAN TO GO anbieten, aber den Kunden nicht damit überrumpeln.


Herr Hugo könnte ja mal darüber sinnieren, wie ein noch stabileres

  • LAN TO GO

realisierbar wäre. Dazu erfindet er „Herrn Obermann“ (wohnt oben im 10. Stock) und „Herrn Untengänger“ (spaziert auf dem Trottoir und führt ein Megafon mit sich).

„Haalllooooh! Ist da wer? Hört mich einer? Brauche ein LAN TO GOooo!“

„Ich schmeiß dich gleich ein langen LAN-Kabel runter. Geh´aussem Wech, sonst fälltes dir auffen Kopf!“

Herr Untengänger darf allerdings nicht weiterspazieren – sooo lang ist das Kabel nun wieder nicht. Macht aber nix:

„Der hat ein Klappstuhl mit – seh´ich doch mittem Fernstecher. Sitzt und ruft seine Omma an – mit WhatsApp.“

Die „Omma“ sagt aber nicht Telekom, sie hält sich an althergebrachtes:

„Telewie? Kenn´ich nicht – mein Tefelon und so kommt von der Post. Hat doch vor 50 Jahren so´n Postbeamter angeschlossen.“

Vor 50 Jahren? Das war doch 1966? Tja, damals durften solch wichtiges nur hoheitliche Beamte installieren. Nach Antragstellung und Wartezeit. Wenn ich mich recht erinnere, ist bei meinem ersten Telefon-Anschluß ~ 1973 auch noch „hoheitlich“ verfahren worden.

Der hatte aber keine Uniform, sondern einen grauen Kittel an. Kam an einem bestimmten Tag (wurde vorher brieflich mitgeteilt) zu unbestimmter Zeit – man hatte zu Hause zu sein.

War man auch – sonst kein Telefon…  😕