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  • Säfte im Test: In diesen Produkten stecken Rinder- und Schweinegelatine“

So titelt zuhause.chip.de in dem verlinkten Artikel – soll Herr Hugo mal ein Schlückchen mittrinken  ❓

„Vor allem für die vegetarische und vegane Ernährung, aber auch für die Einhaltung religiöser Speisegesetze, ist eine genaue Beschriftung von Lebensmitteln wichtig. Die Hersteller einiger Säfte scheinen das jedoch anders zu sehen.“

Da muß Herr Hugo sich mal outen: vegetarische, vegane oder religiöse (ess/Trink)Vorschriften sind ihm schlicht egal. Wir stellen uns einmal vor, Herr Hugo wäre eingeladen bei:

  • einer moslemischen Familie, wo es kein Schwein & Alkohol gibt, oder
  • einer jüdischen Familie, wo es nur koscheres gibt, oder
  • einer veganen Familie, oder
  • bei Vegetariern

Bei allen diesen lieben Leuten würde Herr Hugo zum Essen & Trinken animiert, er sagt auch nicht prinzipiell nein – läßt aber (wenn nötig) durchblicken, wie er es hält:

  • ich esse, was mir schmeckt, was mir nicht schmeckt, das esse ich eben nicht
  • wenn die Suppe arg versalzen war, dann merke ich das schon an – aus reiner Höflichkeit „Mmm, lecker!“ kommt von mir nicht
  • wenn etwas serviert wird, was ich überhaupt nie essen würde (Leber etc.) ist: „Aber probier das doch mal, Herr Hugo“ fruchtlos- „Neien!“ wäre die Antwort

Sooo – jetzt aber zu den o.a. Säften. Da ist etwas drin, das der Vegetarier nicht trinken würde, wenn er es wüßte – aber wenn er es nicht weiß? Was dann? Ich versuche mal ein anderes Beispiel zu erfinden:

  • ein Gutmensch würde nie Kleidung tragen, die in Bangladesch von Kindern unter unwürdigen Bedingungen hergestellt wird

Deswegen kauft er gerne in „Mr. Heini´s Bio-Boutique“ (die habe ich gerade erfunden, es gibt sie nicht) – da ist er gewiß, das alles Sachen von gutbezahlten Fachleuten genäht werden. Die kosten deshalb auch mind. 10x so viel wie anderswo.

Nun wird aber die o.a. Boutique vom Sohn des Mr. Heini übernommen – der kauft die Teile billig in Bangladesh, behält die hohen Preise aber bei. Natürlich erzählt der junge Heini das seinen Kunden nicht…er ist jung, aber nicht doof.

  • kann jemand in Gewissenskonflikte kommen, wenn er gar nicht weiß, das es solche geben könnte?

Herr Hugo möchte diese Frage nicht letztgültig beantworten, damit man ihn nicht auf die Antwort festnageln kann. Eines räumt er aber ein:

„Bei manchen Sachen ist es vielleicht besser, wenn man nicht genau weiß, was enthalten ist. Es könnte einem sonst der Appetit vergehen…“

Beim Essen oder trinken. Prost & Mahlzeit.  :mrgreen:


„Herr Hugo, willst du nicht doch die Leber…?“

„Neien und neien, mein Lieber. Wenn du nicht aufhörst, mich zu nötigen, dann erzähle ich dir mal, was in deinem Säftchen dort ist. Dann mußt du gleich auf´s Klo, um dich brechend zu erleichtern. Willst du das?“

„Mein Smartphone kann ich aber auf´s Klo mitnehmen, oder?“

„Ouuuh!“  😕